Die Deutschen glauben an die Zukunft des Bargelds

Kreditkarten und Girokarten spielen aktuell verstärkt eine Rolle – dennoch können sich nur wenige Deutsche eine Abkehr vom Bargeld vorstellen.

Das Coronavirus ist für Girokarten und Kreditkarten eine große Chance, denn so viele Verbraucher wie aktuell haben noch nie mit Karte bezahlt. Hintergrund ist, dass die Bezahlung mit Karten ohne oder mit sehr minimiertem Kontakt möglich ist. In Zeiten einer möglichen Infektionsgefahr ist das ein starkes Argument, auf eine Karte statt auf Bargeld zu setzen. Doch wie stark wird sich dieser Trend halten? Glaubt man einer neuen Umfrage, dürfte das Bargeld nach der Krise so schnell nicht verschwinden – von der bargeldlosen Gesellschaft sind die Deutschen noch weit entfernt.

Weniger als ein Drittel glaubt an Ende des Bargelds

Auch wenn das Interesse an Produkten aus dem Kreditkartenvergleich in Deutschland immer weiter wächst, ist die Nähe zum Bargeld auch weiterhin ein relevantes Thema. Eine Umfrage des Beratungsunternehmens BearingPoint via YouGov macht genau das mehr als deutlich. Auf die Frage, ob sich die Befragten vorstellen können, in zehn Jahren nicht mehr auf Bargeld zu setzen, gaben nur 29 Prozent ihre Zustimmung. Mehr als zwei Drittel der Deutschen rechnen also fest damit, auch in Zukunft noch bar zu bezahlen. In den meisten anderen Ländern ist die Zustimmung für das Bargeld deutlich geringer. In Österreich (27 Prozent) glauben allerdings noch weniger Verbraucher an ein Ende des Bargelds, in der Schweiz sind es immerhin 35 Prozent.

Bargeld wird beim Bezahlen weiterhin häufig genutzt

Zwar gibt ein Viertel der deutschen Verbraucher an, beim Bezahlen mittlerweile großenteils auf Bargeld zu verzichten, doch der endgültige Durchbruch ist das für Kartenprodukte und andere Zahlungsmethoden deshalb noch nicht. Bargeld wird beim Bezahlen nämlich weiterhin sehr häufig genutzt. Laut der BearingPoint-Umfrage gaben 75 Prozent der Befragten an, häufig mit Bargeld zu bezahlen (bei dieser Frage war eine Mehrfachnennung möglich). Die Österreicher (83 Prozent) zahlen sogar noch häufiger mit Scheinen und Münzen, die Schweizer (71 Prozent) dagegen seltener. Zwar setzen mehr Verbraucher zusätzlich auch auf ein Produkt wie die Deutschland-Kreditkarte, das Bargeld bleibt für die meisten allerdings sehr wichtig.

Girokarte kommt mittlerweile öfter zum Einsatz

Dass sich mit Blick auf Zahlungsmittel allerdings auch in Deutschland etwas ändert, zeigt die Umfrage ebenfalls. Während 2019 nur ein Fünftel der Deutschen eine kontaktlose girocard genutzt hatte, war es bei der Umfrage im Jahr 2020 schon ein Drittel. Auch hier gibt es zwar noch viel Potenzial noch oben, man sieht allerdings, dass die Entwicklung in eine neue Richtung geht. Schon bald könnten Kreditkarten und Girokarten in Deutschland eine noch wichtigere Rolle einnehmen – allerdings neben dem Bargeld, nicht stattdessen.