Immer mehr Verbraucher probieren neue Zahlungsmethoden aus

Kontaktlos oder mobil bezahlen – für immer mehr Deutsche scheint das eine attraktive Option zu sein. Die Wechselbereitschaft ist groß wie nie.

Endlich mal etwas Neues ausprobieren – bei Zahlungsmitteln ist das nicht unbedingt das Motto der Deutschen. Stattdessen bleiben die Verbraucher hierzulande ihren bekannten Zahlungsmitteln so treu wie Bürger in fast keinem anderen Staat der Welt. Das sieht man nicht zuletzt daran, dass die Deutschen so etwas wie die Bargeldweltmeister sind, wenn man auf die besonders weit entwickelnden Länder blickt. Doch analog zur Fußball-Nationalmannschaft bröckelt auch beim Bargeld ein wenig die Fassade – die Deutschen scheinen so wechselbereit wie nie.

Erstaunlich hohe Veränderungsbereitschaft beim Bezahlen

Eine Umfrage der Bundesbank hat herausgefunden, dass die Deutschen aktuell ihr Zahlungsverhalten so stark verändern wie noch nie zuvor. In einer Umfrage des Instituts haben insgesamt 43 Prozent und damit fast jeder zweite angegeben, das Zahlungsverhalten aktuell zu verändern. Das ist nicht nur der höchste Wert aller Zeiten, er hat tatsächlich auch nicht mit dem Horten von Bargeld zu tun. „Wir haben auch in Deutschland einige Tage lang zu Beginn des Lockdowns eine erhöhte Nachfrage nach Bargeld registriert“, erklärt Burkhard Balz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Vorstandsmitglieder der Bundesbank, zwar. Gleichzeitig aber macht er klar: „Das hat sich aber sehr schnell wieder gelegt, als deutlich wurde: In Deutschland wird das Geld nicht knapp.“ Wenn die Deutschen ihr Zahlungsverhalten also nicht ändern, um Bargeld zu horten – warum tun sie es dann?

Veränderung des Zahlungsverhaltens hat sich fast verdoppelt

Der Hintergrund für das veränderte Zahlungsverhalten der Deutschen ist ohne Zweifel das Coronavirus, aber weniger wegen Angst um die Stabilität des Systems. Vielmehr hören die Deutsche auf die Tipps von Medizinern und folgen den Hinweisen des Handels: Fast überall in Deutschland wird aktuell darauf hingewiesen, dass Zahlungen mit einer Girokarte oder einer Kreditkarte aus dem Kreditkarten-Vergleich bevorzugt wird. Weniger Viren, weniger Berührung, mehr Abstand – all diese Aspekte sprechen für eine neue Art des Bezahlens. Dass sich unter diesen Umständen die Änderungsbereitschaft allein von Anfang April auf Anfang Mai von 25 auf 43 Prozent fast verdoppelt hat, ist allerdings dennoch beeindruckend.

Kontaktloses Bezahlen auch mit dem Smartphone im Trend

Besonders relevant sind bei der Entwicklung dabei zweifelsfrei Girokarten und Kreditkarten wie die Deutschland-Kreditkarte oder auch die DKB Visa Kreditkarte, die kontaktlose Zahlungen ermöglichen. Doch auch Smartphones profitieren. „Auch die Nutzung des Smartphones an der Kasse ist inzwischen Alltag“, heißt es etwa von Balz im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das praktische Bezahlen mit Smartphone und kontaktloser Kreditkarte wird mit Sicherheit auch nach der Krise bleiben – immerhin merken immer mehr Deutsche, wie praktisch diese Art des Bezahlens ist.