Karten & Mobile Payment verdrängen Bargeld

Kontaktloses Bezahlen mit einer Plastikkarte wird immer wichtiger, genauso wie die Zahlung mit dem Smartphone – eine Studie von Visa zeigt das sehr deutlich.

Die Welt des Bezahlens verändert sich nicht zuletzt durch die Krise rund um das Coronavirus. In Deutschland setzen immer weniger Verbraucher auf die klassischen Zahlungsmethoden, immer entscheiden sich dagegen für die Nutzung von modernen Zahlungsweisen. Eine Studie von Visa und dem Umfrageinstitut Forsa macht das sehr deutlich. Untersucht wurde im Rahmen des sogenannten ?Visa Mobile Payment Monitor 2020 die Nutzung verschiedener Zahlungsmethoden. Erstmals gab es die Erhebung ein Jahr zuvor, sodass besonders der Vergleich mit den Vorjahreswerten spannend ist.

Drei von vier Deutschen haben schon kontaktlos bezahlt

Die Coronakrise hat in Deutschland für einen beschleunigten Wandel beim Bezahlen gesorgt. Blickt man auf die Auswertung von Visa, fällt dabei besonders auf, wie viele Verbraucher das kontaktlose Zahlen erstmals ausprobiert haben. Hatten im Jahr 2019 nur 55 Prozent der Deutschen bereits einmal kontaktlos bezahlt, waren es im abgelaufenen Jahr bereits 75 Prozent der Befragten. Damit haben allein im Jahr 2020 mehr als zehn Millionen Verbraucher die Zahlung ohne Kontakt zum Kassenterminal ausprobiert – ein enormer Sprung in nur einem Jahr. Umfasst sind dabei sowohl kontaktlose Zahlungen mit der Karte als auch das mobile Bezahlen mit dem Smartphone.

Karten sind weiter das beliebteste Zahlungsmittel

Klar scheint auch, dass die Deutschen dem Bargeld weiter abschwören und stattdessen verstärkt auf andere Zahlungsmittel wie die Karte setzen. Ganze 56 Prozent gaben in der Umfrage an, dass sie primär auf eine Karte – also eine Giro- oder Kreditkarte setzen. Das sind noch einmal 3 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. An Gunst verloren hat dagegen deutlich das Bargeld – nach 38 Prozent im Vorjahr, gaben für 2020 nur noch 32 Prozent der Befragten an, primär mit Münzen und Scheinen zu bezahlen. Karten aus dem Kreditkarten-Vergleich verdrängen das Bare also immer weiter. Dazu kommt, dass auch das mobile Bezahlen stark wächst und scheinbar nicht nur Karten, sondern auch direkt dem Bargeld Marktanteile abnimmt.

Verdopplung bei den Mobile Payment-Nutzern

Nachdem im Jahr zuvor nur 6 Prozent der Deutschen angegeben hatte, stark auf das mobile Bezahlen mit dem Smartphone zu setzen, waren es 2020 schon 12 Prozent. Dabei gaben 84 Prozent der Nutzer an, dass sie auf das Bezahlen mit einem Mobilgerät nicht mehr verzichten möchten. Auffällig ist besonders der Trend bei der jüngeren Zielgruppe (18 bis 35 Jahre) – hier zahlt schon jeder Fünfte mobil. Generell zeigt sich allerdings, dass neben Karten auch immer mehr das Smartphone als Zahlungsmittel zum Trend wird. Praktisch ist es dafür zweifelsfrei, eine passende Karte wie die Deutschland-Kreditkarte oder die comdirect Kreditkarte im Portemonnaie zu haben.