Kreditkartenzahlugen in Deutschland werden noch sicherer

Das Bezahlen mit Kreditkarten soll in den kommenden Wochen noch einmal sicherer werden: Ab 2021 wird die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung verpflichtend.

Schon jetzt sind Kreditkarten das mitunter sicherste Zahlungsmittel der Welt, weswegen sich sehr viele Verbraucher für ein Modell aus dem Kreditkarten-Vergleich entscheiden. Doch es gibt immer wieder Bereiche, in denen noch mehr Sicherheit möglich ist. Deshalb ändert sich mit Blick auf Zahlungen im Internet mit Kreditkarten ab Januar 2021 etwas. Dann sollen Zahlungen mit jeglichen Kreditkarten noch einmal sicherer werden – Hintergrund ist die Einführung der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Noch sicherer im Internet bezahlen

Die Idee hinter der neuen Zahlungsmethode ist es, noch sicherere Zahlungen im Internet zu ermöglichen. Verbraucher sollen in Zukunft mit der Kreditkarte nur noch dann im Netz bezahlen können, wenn sie die Zahlung über einen zweiten Weg freigeben. Das ist insofern relevant, als Zahlungen im Internet aktuell allein mit der Kreditkartennummer, dem Namen des Karteninhabers, dem Ablaufdatum und der CVC-Nummer durchgeführt werden können. All diese Informationen finden sich auf der physischen Karte, sodass sie bei einem Diebstahl missbräuchlich für Zahlungen genutzt werden kann. Wenngleich eine Bank in einem solchen Fall üblicherweise den Schaden übernimmt, schadet mehr Sicherheit in dieser Hinsicht nicht. Genau deshalb wird die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung in Kürze zur Pflicht.

Freigabe von allen Zahlungen im Netz

Wie der Name Zwei-Faktor-Authentifizierung bereits klarmacht, handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren. Der erste Schritt ist die bereits bekannte Eingabe von Kreditkartendaten für die Zahlung. In einem zweiten Schritt muss die Zahlung im Rahmen des Systems zukünftig noch einmal gesondert freigegeben werden. Möglich ist das beispielsweise mit einer sogenannten SMS TAN, alternativ auch mit einer mobileTAN oder einer Push-Nachricht auf das Smartphone. Je nach Bank stehen unterschiedliche Verfahren zur Auswahl, üblicherweise gibt es aber mehrere Varianten. Das gilt für Karten von Direktbanken wie etwa der DKB Kreditkarte genauso wie für unabhängige Kreditkarten wie die Deutschland-Kreditkarte.

Verbraucher können Ausnahmen festlegen

Das neue Verfahren ist bei den meisten Banken bereits heute im Einsatz, sodass die meisten Kunden die doppelte Freigabe bereits kennen. Deshalb dürfte auch bekannt sein, dass es bei vielen Kartenanbietern die Möglichkeit gibt, eine sogenannte Whitelist festzulegen. Auf dieser stehen die Händler, bei denen keine gesonderte Freigabe notwendig ist. Wer beispielsweise immer beim Online-Riesen Amazon einkauft, kann das Unternehmen auf die Whitelist setzen und muss dann keine Freigabe mehr für Zahlungen bei Amazon erteilen. Darüber hinaus gibt es Ausnahmen für im Sinne einer Lastschrift regelmäßig von einer Kreditkarte abgebuchten Zahlungen – beispielsweise für ein Abonnement. In jedem Fall aber darf man sich ohne großen Zusatzaufwand auf ein weiteres Plus an Sicherheit bei der Kreditkarte freuen!