Kreditkartenzahlungen einfacher reklamieren

Die Zahlung mit Kreditkarte wird durch die Einführung der Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht einfacher – allerdings gibt es für Kunden auch gute Nachrichten.

Wer mit einer Karte aus dem Kreditkartenvergleich bezahlt, der wird dieser Tage merken, dass etwas anders ist. Bei den meisten Banken wurde die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung bereits umgesetzt. Zwar gibt es in den nächsten Monaten noch Ausnahmen, doch in Kürze sollen bei allen Online-Zahlungen zwei Faktoren für die Authentifizierung einer Zahlung relevant sein. Das bedeutet etwas mehr Aufwand, bringt aber auch einen entscheidenden Vorteil.

Umsätze können ab sofort reklamiert werden

Schon bislang war Kreditkartenbetrug eine absolute Seltenheit und dank Kulanzlösungen von Visa, Mastercard & Co mussten Kunden generell nicht draufzahlen. Doch mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird das Thema Reklamation noch einfacher. Ab sofort gilt, dass jede Zahlung, die über zwei Faktoren verifiziert wurde, auch reklamiert werden kann. Sofern es sich also um eine Transaktion handelt, die einem unbekannt oder schlichtweg falsch vorkommt, kann man sich an die ausgebende Bank richten und um Klärung bitten. Sofern die Zahlung nicht von einem selbst durchgeführt wurde, bekommt man das Geld zurück. So ähnlich lief es zwar auch schon davor, jetzt können sich Verbraucher allerdings auf einen noch einfacheren Prozess freuen.

Zusatzaufwand hält sich in Grenzen

Wer im Internet mit einer Kreditkarte wie der Deutschland-Kreditkarte oder der Gebührenfrei Mastercard Gold bezahlt, muss sich der Zwei-Faktor-Authentifizierung wegen auch nicht unbedingt auf ein großes Plus an Aufwand einstellen. Vermutlich kennen die meisten Verbraucher das System auch bereits, denn viele Banken fordern schon seit mehr als einem Jahr eine zweite Authentifizierungsstufe bei bestimmten Zahlungen. Eine solche kann beispielsweise eine SMS-TAN sein, alternativ aber auch ein Passwort oder eine sogenannte Push-TAN auf das Smartphone. Bei den meisten Banken können Kunden wählen. Der einzige zusätzliche Aufwand ist dann das Eingeben der jeweiligen Zahl oder das Passwort. Zudem braucht man bei SMS- und Push-TAN etwa bei Transaktionen am Laptop zusätzlich zwingend das Smartphone.

Mehr Sicherheit bei Zahlungen im Netz

Positiv soll die Änderung allerdings nicht nur sein, weil Verbraucher ab sofort, noch einfacher Zahlungen reklamieren können. Vielmehr geht es darum, dass Zahlungen im Netz generell noch einmal sicherer werden. Bislang war es möglich, mit einer gestohlenen Plastikkarte im Netz einzukaufen, ohne mehr Informationen als die auf der Karte zu benötigen. Das ist mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung dann nicht mehr möglich. Verbraucher können zwar bei bestimmten Händlern auf die doppelte Verifizierung verzichten, wer auf Nummer sicher gehen will, muss das aber nicht tun. Ein bisschen zusätzlichen Aufwand tauscht man sicherlich gegen ein weiteres Plus an Sicherheit beim Bezahlen.