Mastercard bringt True Name Kreditkarte nach Europa

Mastercard bringt die sogenannte True Name Kreditkarte nach Deutschland. Das Projekt richtet sich an Menschen, die es bislang nicht immer leicht haben.

Die Welt der Kreditkarten entwickelt sich immer weiter. Das sieht jeder, der von Zeit zu Zeit einen Blick in den Kreditkartenvergleich wirft. Die meisten Entwicklungen gehen dabei in Richtung einfacheres Bezahlen oder Gebührenersparnis. Eine neue Initiative von Mastercard geht dabei in eine ganz andere Richtung, denn Mastercard möchte mit einem neuen Projekt die LGTBQ+-Community unterstützen. In den USA gibt es die sogenannte True Name Kreditkarte sogar schon. In Europa und wohl auch in Deutschland soll eine Einführung folgen.

Bevorzugter Name auf der Kreditkarte

Die Logik hinter True Name ist, dass jeder Verbraucher die Möglichkeit hat, seinen bevorzugten Namen auf der Kreditkarte hinterlegen zu lassen. Von Mark Barnett, Präsident von Mastercard Europe, heißt es dazu: „Unser Name unterscheidet uns. Für Millionen von Menschen der LGBTQ+ Community entspricht der angegebene Name auf ihrer Zahlungskarte nicht ihrem wahren Ich. Als Partner der LGBTQ+ Community haben wir die Möglichkeit sinnvolle Veränderungen zu bewirken, die dazu beitragen, das Problem anzugehen und zu lösen. Wir fordern unsere Partner auf, sich uns anzuschließen und Kunden in ganz Europa die „True Name“ Karte anzubieten. So erleichtern wir das Leben von Transgender-Personen und Menschen mit nicht-binärer Geschlechtsidentität, sodass sie ihre wahre Identität sicher, einfach und mit Stolz zeigen können.“

Kreditkarten bislang nur mit offiziellem Namen

True Name soll es möglich machen, dass Verbraucher abweichend von ihrem offiziellen Namen ihren Wunschnamen auf einer Kreditkarte verwenden können. Dabei soll es keine zusätzlichen Compliance-Anforderungen geben, sodass eine Nutzung der Kreditkarte unter einem abweichenden Namen möglich sein soll, ohne dafür den komplexen Prozess einer offiziellen Namensänderung zu durchlaufen. Die Einführung geht laut Mastercard darauf zurück, dass Menschen, deren Identität nicht mit ihrem Pass übereinstimmt, häufig schlechte Erfahrungen beim Bezahlen machen. Fast jeder Dritte (32 Prozent) hat in einer Umfrage angegeben, deshalb belästigt worden zu sein oder eine Dienstleistung verweigert bekommen zu haben.

Marktstart in Deutschland noch unklar

Bislang hat Mastercard nur erklärt, dass die True Name Kreditkarte nach Europa kommt. Wann genau es soweit sein wird, steht bislang noch nicht fest. Auch Deutschland wurde als entsprechender Markt noch nicht bekannt gegeben, wenngleich mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die True Name Kreditkarte auch hierzulande auf den Markt kommen wird. Man kann auf jeden Fall gespannt, wann die ersten Banken eine entsprechende Karte anbieten werden. Möglich wird das wohl für alle Anbieter von Mastercard-Kreditkarten, sodass man Karten wie die Gebührenfrei Mastercard Gold oder N26 Mastercard möglicherweise schon bald als True Name Kreditkarte beantragen kann.