Mastercard stellt Dienst Masterpass ein

Wegen Erfolglosigkeit eingestellt. So oder so ähnlich könnte man das Schicksal von Masterpass beschreiben – der Dienst wird in Deutschland eingestellt.

Masterpass ist am Ende. Der Dienst von Mastercard wurde Anfang November eingestellt und kann mittlerweile nicht mehr genutzt werden. Verdrängt wurde Masterpass unter anderem von Apple Pay und Google Pay sowie im Internetgeschäft von PayPal – dabei war Masterpass eigentlich mal ein Vorreiter. Für Mastercard ist die Einstellung ein weiterer Rückschlag.

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Masterpass konnte sich in Deutschland nicht durchsetzen

Auch wenn Masterpass ein wenig nach einem Produkt klingt, dass nur mit einer Mastercard genutzt werden konnte, war dies nicht einmal der Fall. Auch Kreditkarten von Visa konnten bei dem Zahlungsdienst hinterlegt werden. Die Idee von Masterpass war dabei sogar eine ziemlich gute, denn mit Masterpass waren die folgenden vier Zahlungsweisen möglich:

  • Online mit einem Klick bezahlen
  • In Ladengeschäften per NFC bezahlen
  • In Ladengeschäften per QR-Code bezahlen

Kurioserweise ist es Masterpass trotz der vielen Funktionalitäten nie gelungen, sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen. Eigentlich bietet Masterpass, das schon seit 2015 auf dem deutschen Markt verfügbar war, nämlich dieselben Funktionalitäten wie die wichtigsten Zahlungsdienste – nur in einem Dienst kombiniert.

Masterpass ohne Chance gegen die Konkurrenz

Allerdings scheint es so, als hätte Masterpass sich in keinem Geschäftsbereich wirklich durchsetzen können. Online hatte der Dienst trotz der vergleichbaren Möglichkeiten gegenüber PayPal nie eine Chance gegen den Konkurrenten – vermutlich, weil dieser mehr Funktionalitäten als nur eine Zahlung mit einem Klick per Kreditkarte bietet. Offline hat sich Masterpass trotz der doppelten Zahlungsmöglichkeit mit QR-Codes und NFC ebenfalls nicht durchsetzen können, primär weil weder Händler noch Kunden den Dienst wirklich angenommen haben. Dies ist besonders insofern überraschend, dass Apple Pay und Google Pay ebenfalls auf die NFC-Technologie bauen und im Prinzip identisch zu Masterpass funktionieren.

Zweiter Schlag für Mastercard nach Priceless Specials

Mastercard muss zudem verkraften, dass mit Masterpass schon das zweite Produkt in Folge scheitert. Vor wenigen Monaten musste das Unternehmen nach einem Datenleck den Dienst Mastercard Priceless Specials in Deutschland einstellen. Hierbei handelte es sich um ein Bonusprogramm, das bei Zahlungen mit Mastercard-Kreditkarten zusätzliche Vorteile versprochen hat. Dennoch übt man sich bei Mastercard in Zweckoptimismus. "Für die Zukunft setzen wir bei unserer digitalen Produktpalette auf die Tokenisierung, also Verschlüsselung von In-App-, Point-of-Sale- und E-Commerce-Zahlungen", erklärt das Unternehmen. Immerhin: Im Kreditkarten Vergleich findet man etwa in der Gebührenfrei Mastercard Gold oder der N26 Kreditkarte weiterhin eine Vielzahl an sehr attraktiven Mastercard Kreditkarten – dieser Geschäftsbereich ist und bleibt bei den Amerikanern auch schlichtweg der erfolgreichste.