Mastercard und Visa öffnen sich für Krypto

Mit der Kreditkarte auch einfach eine Transaktion mit Kryptowährungen tätigen? Schon bald dürfte das mit Visa genauso wie mit Mastercard möglich sein.

In Deutschland genauso wie anderswo gewinnen Karten aus dem Kreditkartenvergleich immer mehr an Beliebtheit. Das gilt besonders für mehrfach ausgezeichnete Karten wie die Deutschland-Kreditkarte, allerdings wächst der Markt auch generell. Das liegt auch daran, dass Kreditkarten immer flexibler an immer mehr Akzeptanzstellen eingesetzt werden können. Dazu kommt bald auch noch die Möglichkeit in Kryptowährungen wie Bitcoin zu bezahlen – nach Visa möchte nun auch Mastercard sein Netzwerk für diese Möglichkeit öffnen.

Kreditkarten bieten schon jetzt enorme Flexibilität

Die beiden großen Kreditkartenanbieter wollen es Verbrauchern ermöglichen, zukünftig noch flexibler in der Währung ihrer Wahl zu bezahlen. Schon jetzt macht Kreditkarten aus, dass sie in allen Ländern der Welt und in zahlreichen verschiedenen Währungen genutzt werden können. Wer eine Karte von Mastercard im Portemonnaie hat, kann beispielsweise in Deutschland genauso einfach in Euro bezahlen, wie wenige Minuten später eine Transaktion in US-Dollar im Internet abwickeln. Beim Urlaub in Japan kann die Karte dann genauso eingesetzt werden wie auf Wunsch auch ein paar Tage später in Thailand. Eine so große Flexibilität bietet schon heute kaum ein anderes Zahlungsmittel.

Wahl zwischen „normalen“ und Kryptowährungen

Zukünftig allerdings dürfte es für Verbraucher noch deutlich mehr Flexibilität geben. Laut Mastercard „werden sich eine Menge mehr Möglichkeiten für Käufer und Händler auftun, da sie in einer völlig neuen Form bezahlen können“. Durch die Öffnung des Netzwerks für Kryptowährungen erscheint es beispielsweise wahrscheinlich, dass Händler zukünftig die Bezahlung sowohl in einer normalen Währung wie dem Euro anbieten können als auch in Kryptowährungen. Wer ein Kleidungsstück kauft, darf dann auswählen zwischen der Zahlung in Euro und etwa in Bitcoin. Die Entwicklung dürfte den Kryptowährungen noch einmal einen starken Aufschwung bringen, da sie so endlich auch ernsthaft im Alltag ankommen dürften.

Netzwerk wird nicht für alle Kryptowährungen geöffnet

Mastercard setzt allerdings genauso wie Visa darauf, dass die entsprechenden Kryptowährungen im Netzwerk bestimmte regulatorische Standards erfüllen. Deshalb soll die Öffnung auch nur für bestimmte Währungen erfolgen, zu denen mit Bitcoin sicherlich die bekannteste gehören dürfte. Gleichzeitig gibt es die Chance für andere Kryptowährungen ein wenig aus dem Schatten von Bitcoin zu treten. Bislang gelten Kryptowährungen oft auch als Spekulationsobjekt an den weltweiten Börsen. Mit der Öffnung des Mastercard- und Visa-Netzwerks erscheint es dagegen wahrscheinlich, dass die neue Art des Bezahlens immer mehr zur Norm wird. Man kann gespannt sein, wann in Deutschland erste Kreditkartenzahlungen mit Bitcoin & Co möglich sein werden.