Smartphones werden an der Ladenkasse häufiger

Täglich wird das Smartphone zum Bezahlen in Deutschland bislang noch nicht genutzt – doch es gibt große Fortschritte bei dem modernen Zahlungsmittel.

Zumindest mit Blick auf Zahlungsmittel hat das Coronavirus auch seine positiven Seiten, denn durch die Krise ist der Wandel in Deutschland schneller vorangeschritten als je zuvor. Mittlerweile ist es etwa normal, dass Verbraucher auf eine Karte aus dem Kreditkartenvergleich setzen. Immer klarer zeichnet sich zudem ab, dass das Bezahlen mit dem Smartphone immer mehr an Bedeutung gewinnt. Eine repräsentative Umfrage von Bitkom zeigt, wo der Weg hingehen könnte.

79 Prozent bezahlen lieber nicht mit Bargeld

Der Einfluss der Coronakrise auf das Bezahlverhalten von Verbrauchern zeigt sich mit Blick auf die Präferenzen beim Bezahlen sehr deutlich. Zum Ende des letzten Jahres hat die Bitkom in einer repräsentativen Umfrage festgestellt, dass ganze 79 Prozent der Befragten mittlerweile lieber mit einer Karte oder einem Smart Device bezahlen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Hintergrund ist vielfach die Hygiene, die beim Thema Bezahlen durch die Krise enorm an Bedeutung hinzugewonnen hat. Bei einer Umfrage kurz nach dem Beginn der Krise waren es bereits drei Viertel der Verbraucher gewesen, die sich ähnlich geäußert hatten. Nun allerdings sind es noch einmal mehr Verbraucher geworden, was für eine nachhaltige Entwicklung spricht.

Mobile Payment wird immer häufiger getestet

Dass allerdings nicht nur Karten wie die Deutschland-Kreditkarte oder die DKB Visa Kreditkarte in ihrer Plastikform profitieren, zeigt sich bei einem Blick auf die Zahlen zum Mobilen Bezahlen. So haben in der Umfrage von Bitkom vier von zehn Befragten angegeben, dass sie das Mobile Payment zwischen September und November 2020 mindestens einmal getestet haben. Zwar heißt das noch nicht, dass das Smartphone bei jeder oder auch nur bei vielen Zahlungen eingesetzt wird, aber es zeigt, dass die Verbraucher bereit sind, sich auf neue Technologien einzulassen. Dabei werden viele den Komfort und die Schnelligkeit der neuen Zahlungsmethode zu schätzen gelernt haben.

Drei Prozent zahlt großenteils mit dem Smartphone

Zwar ist es nicht mehr ungewöhnlich, ein Smartphone an der Kasse zu sehen, die Regel ist es gleichzeitig aber noch nicht. Laut der Umfrage setzen drei Prozent der Befragten ihr Smartphone mehrmals täglich für Zahlungen an der Ladenkasse ein, fünf Prozent immerhin täglich. Die restlichen Verbraucher sind bislang eher Gelegenheitsnutzer. Elf Prozent nutzen das Smartphone zum Bezahlen mehrmals pro Woche, zwölf Prozent immerhin mindestens einmal pro Woche. Klar wird allerdings, dass die Bedeutung des Mobile Payments auch in Deutschland zunimmt. Bis zum endgültigen Durchbruch der neuen Zahlungsart wird es aber noch ein wenig dauern.