Vorsicht vor Falschinformationen rund um Chargeback

Vorsicht vor Falschaussagen gilt aktuell rund um die Chargeback-Möglichkeiten bei der Thomas Cook Pleite. Kreditkarten schützen tatsächlich.

Die Banken drucksen aktuell ein wenig herum, wenn es um das Thema Chargeback geht. Wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat, gibt es in Deutschland zahlreiche Falschinformationen seitens Banken. Konkret wird dies deutlich am Fall der Pleite von Thomas Cook. Der Reiseveranstalter hatte vor wenigen Monaten den Betrieb wegen einer Insolvenz eingestellt. Kunden blieben auf ihren Kosten sitzen und konnten nicht in den Urlaub. Genau vor solchen Situationen schützt grundsätzlich eine Zahlung mit einer Karte aus dem Kreditkarten-Vergleich – doch keineswegs alle Banken haben ihre Kunden korrekt informiert.

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Chargeback kommt erst nach der Insolvenzversicherung

Was stimmt ist, dass das Chargeback-Verfahren von Kreditkarten erst dann genutzt werden kann, wenn die Insolvenzversicherung von einem Pleite gegangenen Unternehmen nicht zahlt oder nur einen Teilbetrag erstattet. Dies ist bei allen Pauschalreisen wichtig, denn hier erhalten Kunden grundsätzlich einen Sicherungsschein – auch bei Thomas Cook. Die Insolvenzversicherung muss dann für den Schaden geradestehen und einem Kunden den Reisepreis erstatten. Nur wenn dies nicht passiert, besteht ein Recht auf ein Chargeback-Verfahren über die Kreditkarte. Teilweise müssen Kunden von Thomas Cook sich also erst gedulden, ob die Insolvenzversicherung einspringt oder nicht – erst nach einer entsprechenden Entscheidung ist eine Nutzung des Chargebacks möglich.

Chargeback greift auch bei Pauschalreisen

Falsch ist allerdings das Signal, das einige Banken hinsichtlich der Thomas Cook Pleite senden. Gleich mehrere Banken haben laut Medienberichten erklärt, dass eine Erstattung über das Chargeback-Verfahren bei Pauschalreisen nicht möglich wäre – das stimmt nicht. Einzig die oben erklärte Subsidiarität zur Insolvenzversicherung gilt. Sofern diese nicht greift, ist ein Chargeback sehr wohl möglich. Genauso gilt das grundsätzlich und ohne Wartezeit für alle Thomas Cook Buchungen, die ohne Sicherungsschein daherkommen. Dies gilt beispielsweise für die Buchung von Hotels oder von Flügen als Einzelleistung. Hier ist ein Chargeback grundsätzlich möglich.

Ausgewählte Banken fallen positiv auf

Doch auch wenn viele Falschinformationen die Runde machen, gibt es doch auch erfreuliche Nachrichten. Die DKB beispielsweise informiert ihre Kunden vorbildlich sogar im Online-Banking über die Möglichkeiten und behandelt die Fälle korrekt und im Sinne der Kunden – bei Zahlung mit der DKB Kreditkarte genauso wie bei Zahlung mit der Miles & More Credit Card. Positive Berichte gibt es zudem von einigen lokalen Filialbanken. Manch eine größere Bank tut sich dagegen sehr schwer, die Kunden richtig zu informieren. Dabei ist es an sich ganz einfach: Eine Kreditkarte aus dem Kreditkartenvergleich schützt Sie im Falle einer Unternehmenspleite – auch bei Pauschalreisen.